
Das studentische Projekt ‘Making Stories’ (Geschichten machen) transformiert nutzlose Gegenstände in sinnvolle Objekte
Das interdisziplinäre studentische Projekt der Fakultäten für Informatik und Design und Künste lädt die Öffentlichkeit dazu ein, nutzlose Gegenstände zu spenden.
Im Moment wird beim Entwurf von Produkten hauptsächlich eine Geschäftsstrategie verfolgt die darauf hinausläuft, dass das Produkt nur einen kurzen Lebenszyklus hat und der Verbraucher so dazu animiert werden soll, oft neue Produkte zu erwerben um die alten zu ersetzen. Durch das Zusammenbringen von Informatik- und Designstudenten und deren Ideen und Visionen will das Projekt ‘Making Stories’ versuchen, diesen Zyklus zu durchbrechen und Lösungen vorzustellen, die einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben.
‘Making Stories’ ist ein interdisziplinäres studentisches Projekt der Fakultäten für Informatik und Design und Künste der Freien Universität Bozen in Zusammenarbeit mit dem Innovationspark TIS und Open City Museum. Eines der Ziele des Projekts ‘Making Stories’ (Geschichten machen) ist es, Brücken zwischen der akademischen und nichtakademischen Welt zu schlagen, um Studenten anwendungsnahes Lernen zu ermöglichen und Ergebnisse zu produzieren, die für die Gesellschaft relevant sind.
Das Projekt ‘Making Stories’ wird am 5. November 2014 (von 10:30 Uhr bis 19:00 Uhr) am Kornplatz in Bozen mit der Sammlung von nutzlosen Gegenständen durch Studenten gestartet. Die Mitarbeiter von ‘Making Stories’ laden alle ein, die Studenten zu treffen und diverse Gegenstände mitzubringen die keinen Nutzen mehr haben. Das Ziel ist es bis zu 2500 Gegenstände zu sammeln die von den Studenten in sinnvolle Objekte umgewandelt werden sollen. Jeder kann mitmachen und so einen Teil zur Lösung des oben dargestellten Problems beitragen.
‘Making Stories’ sucht nach:
- kleinen Objekten, speziell elektronischen Geräten und solchen des täglichen Lebens
- defekten Objekten zum Reparieren (keine Möbel)
- Objekten bei denen Teile fehlen
- sinnvollen Objekten denen neues Leben eingehaucht werden soll
Die Gegenstände müssen sauber sein; alte Batterien werden nicht angenommen; was auch nicht gesucht wird sind: Zeitschriften, große Haushaltsgeräte, verschmutzte Artikel, Nahrungsmittel und Möbel. Folgende Regel sollte eingehalten werden: das Objekt muss in eine (normale) Obstkiste passen.
Weitere Veranstaltungen in anderen Teilen Südtirols werden folgen, um möglichst vielen Leuten die Gelegenheit zum Mitmachen zu ermöglichen.
Jede einzelne studentische Forschungsarbeit im Rahmen dieses Projekts kann eine originelle Lösung für eines der vielen aktuellen gesellschaftlichen Probleme darstellen und neue Impulse liefern. Es geht darum, verschiedene Interessen, Fähigkeiten und Wissen zu kombinieren und dadurch neue Inspirationen und Lösungen für die verschiedensten Bereiche wie Wirtschaft, Umwelt, Bildung, Gesundheit, Kultur, Soziales, usw. zu finden.
Zum ersten Mal arbeiten mehr als hundert Erstsemester von zwei Fakultäten in einem gemeinsamen Projekt zusammen und werden direkt mit der Öffentlichkeit interagieren, um einen gegenseitigen Austausch und gegenseitiges Lernen zu ermöglichen. Ein paar der möglichen Fragen die im Rahmen des Projekts in den nächsten Monaten erforscht werden sollen sind die folgenden: Welchen Einfluss kann ein interdisziplinäres studentisches Projekt auf die Gesellschaft haben? Welche Erkenntnisse können die Studenten gewinnen und mit der Öffentlichkeit teilen? Die Antworten und Ergebnisse werden im Januar 2015 vorgestellt.